Vor der Entscheidung: Warum die Kirche gegen Präimplantationsdiagnostik ist

04-07-2011 von KNA-Hörfunkredaktion

In der kommenden Woche wird es ernst: Dann will der Bundestag abschließend über die künftige Regelung von Gentests an Embryonen in der Präimplantationsdiagnostik (PID) debattieren und entscheiden – und das nur nach Gewissen und ohne Fraktionszwang. Drei Anträge liegen vor, zwei davon sind für eine Zulassung der PID in engen Grenzen, eine ist für das strikte Verbot.
Bei der PID werden im Reagenzglas erzeugte Embryonen zunächst auf Gendefekte untersucht und im Fall von Schäden vernichtet. Die katholische Kirche fürchtet, dass es durch die PID zur Selektion und Tötung von Embryonen kommt und sieht einen klaren Verstoß gegen den Lebensschutz und das Grundgesetz. Zudem fürchtet sie, dass das Angebot der PID auch schnell weitere Nachfragen wecken kann. Nachdrücklich appellieren die Bischöfe deshalb an die Abgeordneten, die PID zu verbieten.
Gottfried Bohl berichtet.

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Bagatellkündigungen

31-01-2010 von Radioredaktion

Am Arbeitsplatz, an Stammtischen und auch anderswo werden sie gern diskutiert: die Meldungen über Kündigungen wegen Bagatellen. Da wird eine Kassiererin entlassen, die angeblich einen Pfandbon im Wert von 1,30 Euro unterschlagen hat. Oder die Sache mit der Altenpflegerin, die sechs Maultaschen mit nach Hause nimmt, die beim Abendessen im Pflegeheim übriggeblieben waren und deswegen gefeuert wird. Auch schön: Eine Sekretärin ißt nach 34 Arbeitsjahren eine Frikadelle vom Büfett, das sie für ihren Chef aufbauen mußte – Entlassung. Das sind Vorkommnisse, die die Gemüter bewegen und Moral und Juristerei betreffen. Lothar Reichel hat mit einem Arbeitsrechtler darüber gesprochen und ihn gefragt, ob die Frau mit der Frikadelle sich tatsächlich eines Fehlverhaltens schuldig gemacht hat.

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Sieben Leben

11-01-2009 von KNA-Hörfunkredaktion

Hollywood-Superstar Will Smith ist DIE Garantie für klingelnde Kinokassen! Ab sofort ist er wieder als Held auf der Leinwand unterwegs. Diesmal allerdings nicht so laut wie kürzlich als Superheld „Hancock“, sondern eher sanft und ziemlich rätselhaft. „Sieben Leben“ heißt das Drama, das ab heute in den deutschen Kinos startet. Will Smith ist als Steuerprüfer Ben Thomas in Los Angeles unterwegs. Nach und nach wird in kleinen Puzzleteilen aufgedeckt, was in der Hauptfigur vorgeht. Er ist auf der Suche nach sieben Menschen: Herzensgute, moralische Menschen sollen es sein, die ohne Schuld in Not geraten sind. Ihr Leben will er für immer verändern.
Schuld, Vergebung: diese religiösen Themen nimmt der Film auf und verarbeitet sie auf eine ganz eigene, etwas seltsame Weise.
Kirsten Westhuis stellt „Sieben Leben“ vor.

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Das Tannhäuser-Projekt - Teil 2

02-11-2008 von Radioredaktion

Im Mittelalter ging nichts ohne die Kirche. Gesellschaft und christliche Religion waren in Europa untrennbar miteinander verbunden. Das musste auch der Minnesänger Tannhäuser erfahren, als er nach amourösen Abenteuern im Reich der Liebesgöttin Venus wieder Fuß in der ritterlichen Gesellschaft fassen wollte.

Die stieß ihn kurzerhand wegen schwerer Sünde aus und schickte ihn nach Rom, um dort Vergebung vom Papst zu erlangen. Doch auch das ging schief.

In kurzen Worten der Inhalt der Oper „Tannhäuser“ von Richard Wagner. Die wird nächstes Jahr im Mainfrankentheater Würzburg gespielt – und Lothar Reichel begleitet das Entstehen einer Inszenierung, zusammen mit dem Regisseur Hermann Schneider.

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Das Tannhäuser-Projekt - Teil 1 (1)

19-10-2008 von Radioredaktion

Die deutsche Sage erzählt vom Minnesänger Tannhäuser, der einst ungeheure Schuld auf sich geladen hat: Er verbrachte lange Zeit im Reich der Liebesgöttin Venus, wurde von seinen Zeitgenossen deswegen geächtet, und nicht einmal der Papst in Rom mochte ihn von dieser Sünde freisprechen.

Der deutsche Komponist Richard Wagner hat daraus eine große Oper gemacht. Die wird im kommenden Mai im Würzburger Mainfrankentheater auf die Bühne kommen. Lothar Reichel hat bis dahin sein persönliches Tannhäuser-Projekt gestartet: Er begleitet den Regisseur Hermann Schneider auf seinem Weg von den ersten Ideen zur Premiere. Hier nun der erste Teil.

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Das Tannhäuser-Projekt - Teil 1 (2)

19-10-2008 von Radioredaktion

Die Idee von Lothar Reichel: Eine Opernproduktion im Mainfrankentheater Würzburg journalistisch zu begleiten, von den ersten Ideen bis zur Premiere. Er hat sich dafür den „Tannhäuser“ von Richard Wagner ausgesucht.

Darin geht es um die Schuld eines Menschen, die nicht einmal der Papst in Rom verzeihen will. Es braucht vielmehr ein göttliches Wunder, damit der Minnesänger Tannhäuser erlöst wird. Am 2. Mai 2009 wird diese Oper auf die Bühne kommen – bereits jetzt hat Lothar Reichel sich mit Hermann Schneider getroffen, Intendant des Mainfrankentheaters und Regisseur der Wagner-Oper.

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