Präventionsarbeit

20-01-2013 von Radioredaktion

Katholische Kirche und sexueller Missbrauch – dieses Thema wird zur Zeit ja mal wieder eifrig diskutiert. Aktueller Anlass ist die Aufkündigung einer Studie, die Professor Christian Pfeiffer mit seinem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz durchführen sollte. Missbrauchsfälle von Priestern und Ordensleuten sollten zum Teil bis 1945 zurück aufgearbeitet und wissenschaftlich analysiert werden. Doch wegen gegenseitigem Vertrauensverlust heißt es jetzt erst mal: Stopp.
Eine komplizierte Geschichte, die aber auf‘s Ganze gesehen, wieder einmal zu einem heftigen Imageschaden der Kirche geführt hat, weil der Wille zur Aufklärung doch in Frage gestellt wird.
In dieser angespannten Stimmung hat sich Petra Langer überlegt, doch mal bei einer Frau nachzufragen, die sich tagtäglich mit dem Thema „Sexualisierte Gewalt“ beschäftigt: Mit der Präventionsbeauftragten im Bistum, Schwester Dagmar Fasel. Welche Reaktionen erlebt sie gerade und hat sie persönlich Frust?

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Neue Forschungsprojekte zur Aufarbeitung des Missbrauchs

17-07-2011 von KNA-Hörfunkredaktion

Mit zwei groß angelegten Forschungsprojekten will die Deutsche Bischofskonferenz die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche fortsetzen. Eine weitere Säule zur Aufarbeitung. Im vergangenen Jahr hatte die Bischofskonferenz sowohl eine Entschädigungslösung als auch ein Präventionskonzept für katholische Einrichtungen beschlossen. Außerdem wurden die Leitlinien für den Umgang mit den Tätern verschärft. Jetzt soll es darum gehen, verlässliche Informationen zu den Fällen des Missbrauchs, zu Vorgehensweise und Motiven der Täter und zu den Erfahrungen der Opfer zu erhalten. Neben dem Missbrauchsbeauftragten, Bischof Stephan Ackermann, sind der bekannte Kriminologe Christian Pfeiffer und der Experte für Forensische Psychiatrie, Norbert Leygraf, in die Projekte eingebunden. Unter anderem werden dabei auch die Personalakten der Bistümer ausgewertet. Gottfried Bohl berichtet…

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Wunibald Müller bilanziert Missbrauchsdebatte

30-01-2011 von KNA-Hörfunkredaktion

Mit der Pressekonferenz von Jesuitenpater Klaus Mertes am 28. Januar 2010 begann die heftige Missbrauchsdebatte. Ein Jahr später ist schon viel getan worden, doch um manche Themen machen Kirchenvertreter immer noch einen weiten Bogen, kritisiert der bekannte Psychotherapeut und katholische Theologe Wunibald Müller. Schon vor Jahren hatte er viele Entwicklungen in Sachen Missbrauch vorhergesagt. Heute warnt er davor, andere Themen noch länger zu tabuisieren – stattdessen müsse es offene und ernsthafte Debatten geben.
Müller leitet das Recollectio-Haus in Münsterschwarzach, wo er er Priester und Ordensleute betreut, die sich ausgebrannt fühlen oder genau dies verhindern wollen. Seit vielen Jahren forscht er zudem darüber, wie sexueller Missbrauch in der Kirche erkannt und verhindert werden kann.
Gottfried Bohl informiert.

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Missbrauch in behüteten Räumen

30-11-2010 von Radioredaktion

Es ist das Thema, das die katholische Kirche in diesem Jahr besonders heftig erschüttert hat: Sexueller Missbrauch.
Schwerpunktmäßig ging’s dabei vor allem um Priester und Ordensleute, die sich an Kindern vergriffen haben. Durch Presse und Justiz wurde das große Tabu gebrochen.
Doch nach wie vor wird in diesem sensiblen Bereich lieber geschwiegen, als gesprochen. Besonders dann, wenn’s im familiären Umfeld passiert.
Aufklärung über „Missbrauch in behüteten Räumen“ wollte deshalb eine Veranstaltung des Katholischen Frauenbundes in Würzburg vermitteln.
Petra Langer hat mit Teilnehmerinnen und dem Referenten gesprochen.

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Neue Missbrauchsleitlinien

05-09-2010 von KNA-Hörfunkredaktion

Mit Spannung erwartet: In dieser Woche hat die Deutsche Bischofskonferenz neue Leitlinien zum Umgang mit Opfern sexuellen Missbrauchs vorgestellt. Missbrauch soll künftig in jedem Fall bei der Staatsanwaltschaft angezeigt werden – es sei denn, die Opfer wollen dies ausdrücklich nicht. Die neuen Richtlinien gelten nicht nur für Geistliche, sondern für alle Mitarbeiter. Die Frage nach der Entschädigung von Missbrauchsopfern ist aber noch nicht geklärt, denn hier soll es eine einheitliche Regelung am „Runden Tisch“ der Bundesregierung geben. Insgesamt wurden die neuen Leitlinien überwiegend begrüßt und als Schritt in die richtige Richtung gewertet.
Gottfried Bohl berichtet.

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Missbrauch: Ansprechpartner der kirchlichen Jugendarbeit

25-07-2010 von Radioredaktion

Sexueller Missbrauch – seit Wochen Dauerthema in den Medien. Erst jetzt wieder – ganz aktuell – die schlimmen Vorfälle im Feriencamp auf Ameland. Doch auch in der katholischen Kirche spielt dieses Thema nach wie vor eine große Rolle.
Gerade die Verantwortlichen in der kirchlichen Jugendarbeit sind um Prävention bemüht. So wurden bei einem Pressegespräch im Würzburger Kilianeum jetzt zwei neue Vertrauenspersonen vorgestellt.
Petra Langer hat sie kennengelernt. Zunächst hat sie aber Jugendpfarrer Thomas Eschenbacher gefragt, wie er die letzten Wochen erlebt hat.

Die beiden Vertrauenspersonen sind erreichbar unter:
Teresa.elbert@bistum-wuerzburg.de
Felix.lamprecht@bistum-wuerzburg.de

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